Gute Gene auf Rezept? Chancen und Risiken der Gentherapie

Im Januar 2019 behandelten wir das Thema "Somatisches Genome Editing" in Kooperation mit der Fritz Thyssen Stiftung Köln und unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Boris Fehse, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf/Deutsche Gesellschaft für Gentherapie e.V.

Was vor wenigen Jahren selbst in Expertenkreisen als Science-Fiction galt, scheint heute Realität. Mit Hilfe molekularer Skalpelle ("Genscheren") können Wissenschaftler die Erbinformation in lebenden Zellen gezielt verändern (Genome Editing). Insbesondere seit der Einführung der CRISPR/Cas-Genschere entwickelt sich diese Technologie rasant und hat innerhalb kürzester Zeit (wenige Jahre) Einzug in die Klinik gehalten (wenn auch zunächst "nur" im Rahmen klinischer Studien). Wie schon einmal vor 25 Jahren verheißen die Gentherapeuten Durchbrüche bei der Behandlung unterschiedlichster Krankheiten. Zugleich sehen nicht wenige Menschen die Möglichkeiten des Genome Editing und einen potenziellen Missbrauch mit Sorge.

Das Thema wurde im Rahmen eines zweitägigen, interdisziplinär besetzten Fachsymposiums diskutiert und von einer öffentlichen Podiumsdiskussion und einer Schülerveranstaltung flankiert.

Die Gäste unserer Podiumsdiskussion waren:
Prof. Dr. Toni Cathomen, Direktor, Institut für Transfusionsmedizin und Gentherapie, Universitätsklinikum Freiburg
Prof. Dr. Steven Hildemann, Global Chief Medical Officer, Merck KGaA
Prof. Dr. Christiane Woopen, Leitung Forschungsstelle Ethik, Uniklinik Köln
Moderation: Michael Lange, Wissenschaftsjournalist